kunsthalle
wilhelmshaven
08.10.2022 – 27.11.2022

Katja Aufleger

IT’S NEVER TOO LATE TO PANIC

Foto: Katja Aufleger

It’s never too late to panic …
Panik geht immer – dieser Zustand erhöhter Aufmerksamkeit mit einem Hauch Hysterie, steht im Zentrum der Ausstellung von Katja Aufleger, die im Herbst in der Kunsthalle Wilhelmshaven zu sehen ist.

Schwere Baugeräte, die den Betrachter*innen applaudieren, Glaspfeifen, aus denen der Klang einer singenden Düne ertönt oder Skulpturen, die jeden Moment explodieren könnten – Katja Auflegers konzeptuelle und multimediale Arbeiten oszillieren zwischen Zärtlichkeit und Zerstörung, sind Experiment, humorvoller Kommentar und subtile Kritik an sozialen Systemen zugleich. Ihre wesentlichen Fragen offenbaren sich oft jenseits des Dargestellten und laden die Rezipient*innen zum Weiter- und Zuendedenken ungewöhnlicher Szenarien ein. Die hoch ästhetischen Werke beruhen auf intensiven wissenschaftlichen Recherchen, gehen spielerisch und innovativ mit Material um und tragen außergewöhnliche Momente der Spannung in sich.

Für die Ausstellung in Wilhelmshaven entwickelt Katja Aufleger ortsspezifische Arbeiten – Installationen, Skulptur und Video –, die auf die Architektur der Kunsthalle mit ihrem offenen Grundriss auf verschiedenen Ebenen reagieren. Dabei spielt Sound – sei es von Sirenen, Klingeln oder Glocken – Klänge also, die den Menschen in Alarmbereitschaft versetzen, eine zentrale Rolle. Die Ausstellung ist Teil des Themenjahres SOUND & UNSOUND, mit dem die Kunsthalle Wilhelmshaven sich dem Spannungsfeld Kunst, Musik und Antimusik widmet.

Katja Auflegers Arbeiten waren in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen, unter anderem im Kunstverein Harburger Bahnhof (2021); Wilhelm-Hack Museum, Ludwigshafen (2021); Museum Tinguely, Basel (2020); Kunstverein Hamburg (2015); sowie Stadtmuseum Oldenburg (2014). Zurzeit erregt ihre raumgreifende Installation THE HUDDLE vor der Jahrhunderthalle Bochum im Rahmen der Ruhrtriennale große Aufmerksamkeit. Auflegers Werk wurde vielfach ausgezeichnet – so erhielt sie unter anderem den Berenberg Preis für junge Kunst, den Kunstpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, Förderungen der Stiftung Kunstfonds Bonn, ein Artist-in-residence-Programm in Zürich, die Rupert Residency in Vilnius. Ihr Masterstudium schloss sie 2013 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Andreas Slominski ab.

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